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Therapiehündin Emma

Emma ist eine drei Jahre alte beigefarbene Labrador-Hündin. Seitdem wir uns gefunden haben, schätze ich es sehr, ihr „Frauchen“ sein zu dürfen. Wir kennen und akzeptieren unsere gegenseitigen Bedürfnisse, wodurch eine mir sehr wichtige harmonische Beziehung zwischen Emma und mir entstanden ist. Dies ist die Grundlage für eine erfolgreiche tiergestützte Therapie.

Auch im Bereich der Hunde-Erziehung setze ich  auf einen ganzheitlichen Ansatz, dem Natural Dogmanship nach Jan Nijboer. Hierbei werden natürliche Verhaltensweisen des Hundes als Basis für die Persönlichkeitsentwicklung gesehen. Der Hund wird möglichst artgerecht behandelt und wenig  vermenschlicht. Außerhalb der Therapie biete ich Emma so die Möglichkeit, ihren natürlichen Verhaltensweisen nachzukommen (z.B. durch Dummy-Training, Fährtenarbeit etc.).

Nach ihren Einsätzen in der Therapie, die für sie kognitiv sehr fordernd ist, achte ich auf angemessene Ruhezeiten.

Wodurch Emma sich auszeichnet

Es ist mittlerweile bewiesen und populär, dass der Kontakt zu Tieren vielseitige positive Effekte auf den Menschen mit sich bringt (z.B. Verbesserung von Gesundheit und Genesung, Ausschüttung des „Kuschelhormons“ Oxytocin, Anti-Stress-Effekte etc., mehr dazu auf der Website der Uni Rostock

An dieser Stelle soll ergänzend aufgezeigt werden, weshalb der therapeutische Einsatz der Hündin Emma so förderlich für den Therapieverlauf sein kann.

Emma ist eine besonders offene und feinfühlige Hündin, mit einem ausgeprägten Sozialinstinkt. Sie zeichnen folgende Eigenschaften aus:

  • Sie lebt immer im Jetzt! Der Mensch lebt oft in der Vergangenheit oder der Zukunft.
  • Sie ist immer authentisch und ehrlich, zeigt was sie gerade wirklich fühlt.
  • Sie tritt dem Menschen wertungsfrei entgegen, schätzt ihn genauso wie er ist.
  • Sie ist emphatisch.
  • Sie spricht zwar nicht die menschliche Sprache, hört dennoch aufmerksam zu und kommuniziert auf ihre eigene Art, die vom Menschen schnell verstanden werde kann.
  • Sie hat großes Interesse an der Mitarbeit, lernt gerne und schnell.
  • Sie motiviert zur Mitarbeit der Patienten, hilft je nach Intention, in die Aktivität oder Passivität (Entspannung) zu kommen.
  • Sie übt keinen Leistungsdruck aus.
  • Sie dient als Vorbild dafür, auch in kritischen Situationen zur Ruhe zu finden, nervenstark, belastbar und geduldig zu sein.

Tiergestützte Logopädie

In der ganzheitlichen logopädischen Therapie nutze ich gezielt bestimmte oben aufgezeigte positive Eigenschaften von Emma, je nach Charakter und Therapieziel des Patienten innerhalb und außerhalb von Übungssituationen.

Im Erstkontakt lasse ich unter Einwilligung des Patienten gerne eine offene Begegnung zwischen ihm und Emma entstehen. Diese bietet Raum, sich erst einmal von beiden Seiten „zu beschnuppern“. Emma spürt sehr gut, welche Verhaltensweise ihrerseits für ihr Gegenüber gerade angemessen ist. Auch therapeutisch und pädagogisch ist dieser Moment sehr wertvoll. Bei hunde-ängstlichen Patienten erfolgt diese offene Begegnung erst auf Wunsch des Patienten im weiteren Therapieverlauf.

Strukturierte, eher introvertierte Menschen, motiviert vielleicht allein die Anwesenheit Emmas zur aktiven Mitarbeit. Sie üben sich z.B. in der Therapie anfangs darin, die Hündin als Zuhörerin zu akzeptieren, mit ihr zu kommunizieren, dabei Blickkontakt zu halten etc.  Außerhalb der Sprach-/ Sprechübungen verhilft ihnen u.U. allein die Anwesenheit der Hündin dazu, sich zu öffnen, selbstbewusster zu interagieren.

Ein anderer, eher extrovertierter Mensch ist meistens von sich aus erzählfreudig, doch kann es ihm an Konzentration und Struktur fehlen, wodurch seine Sprach-/Sprechstörungen entstehen oder aufrechterhalten werden können.

In diesem Fall könnte Emma innerhalb von Übungen (z.B. durch Kontaktliegen mit dem Hund) und außerhalb der Übungssituation (z.B. durch Ausstrahlung von innerer Ruhe und Gelassenheit) mehr in die Entspannung und Achtsamkeit verhelfen, als Basis für die logopädischen Übungen.

Anhand dieses knappen Einblicks sehen Sie, wie abwechslungsreich und individuell tiergestützte Therapie gestaltet werden kann.

 


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